Dr. med.
Martin Klieme

Facharzt für Allgemeinmedizin
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Klassische Homöopathie
Psychosomatik · Akupunktur

Babelsberger Str. 11
10715 Berlin Wilmersdorf

030 8541987 + 030 85729506

Termine nur nach telefonischer Verein­barung

Mo, Di und Do:
9 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Mi: 9 – 12 Uhr

Fr: 9 – 12 Uhr

  • Wartezimmer
  • Wartezimmer
  • Empfang
  • Sprechzimmer
  • Behandlungszimmer

Hinweise zum Coronavirus

Liebe Patientinnen und Patienten,

 Wir tun in unserer Praxis alles, um Ansteckungs­risiken zu vermeiden – helfen Sie dabei mit!  Wir haben unsere gesamte Sprech­stunde der ver­änderten Situ­ation ange­passt und können Ihnen inzwischen auch  Telefontermine  und eine  Videosprechstunde  anbieten. Bitte unter­stützen Sie uns dabei, Ihnen optimal und sicher helfen zu können.

Daher unsere Bitte:  Kommen Sie nicht ohne  telefonisch verein­barten Termin in die Praxis! Und zu Ihrem vereinbarten Termin kommen Sie bitte auf jeden Fall mit Mund- und Nasen­schutz.  Danke.

Sollten Sie Fragen haben,  rufen Sie uns bitte zunächst an. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, den für Sie sinnvollsten und besten Weg zur Abklärung ihrer Fragen und Beschwerden zu finden (Praxisbesuch, Telefonat, Videotermin).  Bitte kommen Sie nicht ohne Termin in die Praxis!  Sie gefährden sonst u.U. andere. Danke für Ihr Verständnis.

Wir möchten Sie hier informieren über das Coronavirus/(SARS- CoV-2)/die Covid-19-Infektion. Hierbei ist es uns wichtig, Ihnen das mit­zu­teilen, was aus unserer Sicht wirklich sinn­voll und begründet ist.

  1. Grundsätzlich verläuft die Erkrankung -genannt Covid-19-Infektion- ähnlich wie ein grippaler Infekt, jedoch bei ca. 10% der Erkrankten mit Komplikationen, insbesondere bei älteren Menschen (ab 60 Jahren) und solchen, deren Immunsystem (z.B. durch eine Krebsbehandlung oder bestimmte, chronische Erkrankungen, insbesondere des Herzens und der Lunge) beeinträchtigt ist. Für diese Gruppe wird als zusätzliche Schutzmaßnahme empfohlen, Impflücken zu schließen, insbesondere bezüglich Pneumokokken, Keuchhusten und der normalen Grippe. Das schützt dann zwar nicht vor Coronaviren, aber hilft dabei, zusätzliche Komplikationen durch andere Erkrankungen zu vermeiden. Bitte sprechen Sie uns dazu an.
  2. Sollte bei Ihnen ein Test auf eine Coronavirus- / Covid-19-Infektion erforder­lich sein, gibt es dafür sogenannte Schnell­tests (meist mittels Abstrich aus Rachen/Nase, bald auch als sog. Gurgel­tests zum Selbst­gebrauch) oder PCR-Abstrich­tests aus Rachen bzw. Nase. Letztere sind sicherer, dauern aber 24-48 Stunden.
    In Berlin gibt es dafür verschiedene Test-Zentren und Arztpraxen, in denen die Abstriche aus Rachen und Nase unter erhöhtem Sicherheit­saufwand vor­genommen werden. Die Adressen finden Sie auf der Internet­seite der KV Berlin: https://www.kvberlin.de/fuer-patienten/corona/covid-19-praxen
    oder
    rufen Sie dazu die Hot­lines an unter  030 116 117 (KV Berlin) oder  030 90 28 28 28 (Gesund­heits­amt). Dort bekommen Sie weitere Infor­mationen. Gerne helfen wir auch weiter, bitte rufen Sie uns an. Wenn Sie sich mit einem sog. Schnelltest testen lassen wollen – wozu Sie in Berlin 1x wöchentlich berechtigt sind – so finden Sie im Internet Adressen von 16 Schnelltest-Zentren in Berlin. Hier der Link zu näheren Informationen: https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6467483-958092-gratis-schnelltests-in-16-testzentren-be.html Bitte teilen Sie uns danach Ihr Ergebnis mit und besprechen mit uns das weitere Vorgehen.
  3.  Aktuelle Informationen zur Impfung gegen Covid-19:  Seit Ende Dezember 2020 ist die Impf­kampagne gegen Covid-19 (die Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV2) gestartet. Zur Zeit (Stand Ende März) bekommen wir fast täglich neue Informa­tionen darüber, wie schneller geimpft werden soll und welche Risiko­gruppen vor­gezogen werden sollen.
    Bundes­weit wurde verabredet, sogenannte Priori­sierungs­gruppen zu bilden, um den Gefähr­dungs­grad bewerten zu können. Einen Link zu aktuelle Angaben dazu finden Sie hier: https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication
    Theoretisch besteht die Möglich­keit, bei bestimmten Erkrank­ungen oder beruf­licher Gefährdung in eine höhere Priorisierungs­gruppe auf­zu­rücken, auch wenn Sie der entspr. Alters­gruppe noch nicht ange­hören. Hier ein weiterer Link zu aktuellen (Stand 21.03.21) Informationen bezüglich der Impf­ein­ladungen chronisch kranker Patienten. https://www.kvberlin.de/fuer-patienten/corona/corona-impfungen
    Demnach sind Atteste für Kassen­patienten*innen nicht erforderlich. Die Kassen­ärztliche Vereini­gung verschickt derzeit unauf­gefordert und im Auf­trag des Senates bevor­zugte Impf­ein­ladungen an chronisch Kranke mit besonderen Diagnosen (siehe Text). Wer keine Impf­ein­ladung erhält aber meint, er wäre doch berechtigt, kann sich an die Clearing­stelle am LaGeSo wenden unter der Mail­adresse: clearing-impfen@lageso.berlin.de
     Weitere Infos unter:  https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/
    Chronisch kranke privatversicherte Patienten bekommen eine bevor­zugte Impf­ein­ladung nach den gleichen Vorgaben wie Patienten in der gesetz­lichen Krankenversicherung. Aller­dings benötigen sie ein Attest vom Haus­arzt (also z.B. von uns), in welchem der medizinische Grund für eine bevor­zugte Impf­ein­ladung genannt wird. Bitte vereinbaren Sie dazu bei uns einen Termin. Danach wenden Sie sich an die Telefon­nummer 030 9028 2200 und vereinbaren dort einen Impftermin.
    Ab dem 08.04.2021 beginnen Haus­arzt­praxen mit den Impfungen – wir beteiligen uns daran! Bitte sprechen Sie uns dazu an.
    In Berlin gibt es aktuell (Stand März) verschiedene Impfzentren, deren Adressen Sie hier finden https://service.berlin.de/standorte/impfzentren. Sie benötigen immer noch eine schriftliche Impf­einladung der Senats­verwaltung für Gesund­heit mit einem  persön­lichen Code.  Nur damit können Sie zur Zeit einen Termin vereinbaren.
  4. Derzeit stehen drei Impfstoffe zur Verfügung:
    Zwei sogenannte mRNA-Impf­stoffe (von BioNTech/Pfizer und von Moderna) und ein sog. Vektor-Impf­stoff von Astra/Zeneca. Bei den mRNA-Impfstoffen wird (verkürzt erklärt) eine Bau­anleitung für einen Teil des Virus geimpft, was unser Immun­system dann ent­sprechend der Bau­anleitung auch herstellt. Ein anderer Anteil unseres Immun­systems bildet dann dagegen die notwendigen Anti­körper, mit denen sich unser Körper nun gegen das Virus schützt. Wichtig ist: der Impf­stoff verändert nichts an unseren Genen, auch wenn es darüber andere Gerüchte gibt. Das Behand­lungs­prinzip des mRNA-Impf­stoffes ist seit ca. 10 Jahren aus der Krebs­therapie bekannt, ist also nicht neu. Was neu ist, ist die Anwendung auf einen Impf­stoff für viele Menschen.
    Der Impfstoff von Astra/Zeneca ist ein sog. Vektor­impfstoff. Dabei wird ein Teil des Sars-CoV2-(Corona-)Virus an ein anderes Virus (ein unge­fährliches Adeno­virus) gekoppelt und dann geimpft. Danach kann unser Immun­system die passenden Anti­körper bilden. Ein zweiter sog. Vektor­impfstoff ist der des Herstellers Johnson&Johnson.
    Der Astra/Zeneca-Impfstoff (und neuerdings auch der von Johnson&Johnson) wird wegen sehr seltener Thrombosen im Gehirn besonders kritisch bewertet. Diese Thrombosen treten auch ohne Impfungen auf, danach aller­dings leicht vermehrt und ins­besondere bei Frauen zwischen 20 und 58. Die Häufig­keit von sog. Sinus­venen­thrombosen im Gehirn liegt in der ungeimpften Normal­bevölker­ung bei ca. 3-7 Erkran­kungen pro 1 Million Menschen. Nach einer Impfung mit dem AstraZeneca – Impf­stoff (von dem Stand Anfang April ca. 4 Millionen Impf­dosen verab­reicht wurden) stieg diese Zahl von erwart­baren 12-28 auf ca. 45. Wenn man diese Zahlen mit der Wahr­schein­lich­keit vergleicht, an Covid-19 schwer zu erkranken und zu versterben (ca. 10% der Infi­zierten erkranken schwer und ca. 3% der Erkrankten versterben) zeigt sich, dass die Gefahr, an der Erkrankung zu versterben oder sich eine chronische Erkrankung zuzu­ziehen deutlich höher ist, als nach einer Impfung eine Sinus­venenthrombose zu erleiden. Viele Patienten sind verwirrt, weil sich die Empfehlungen zum AstraZeneca-Impf­stoff so geändert haben: erst nicht für über 60-Jährige – dann nur für diese Gruppe. Das verwirrt allerdings nur, wenn man außer Acht lässt, dass die Daten­lage extrem genau beobachtet wird und die Empfehlungen ggf. angepasst werden, wenn sich die Datenlage wieder ändert. Das sollte nicht verwirren, sondern eher das Vertrauen in die Impf­kampagne stärken!
    Derzeit (Stand April) werden nur über 60-Jährige mit diesem Impf­stoff geimpft. Wir werden das auch so in unserer Praxis hand­haben und empfehlen dieses Vorgehen allen Patienten über 60J. – mit Ausnahme von Patienten, die einen Schlag­anfall hatten oder eine Thrombose oder eine Erkrankung der Thrombo­zyten oder eine sonstige Gerinnungs­störung. Wir beraten Sie gerne und beantworten Ihre Fragen.
  5. Welche Symptome können auftreten nach einer Impfung:
    Häufiger (ca.10%) sind Symptome, die man eher  Impf­reaktion  nennen muss, denn sie deuten darauf hin, dass unser Körper reagiert: kurz­zeitiger Tempera­tur­anstieg, Glieder­schmerzen, Beschwerden an der Einstich­stelle, vorübergehende Müdigkeit. Schwere allergische Reaktionen treten anscheinend nicht häufiger auf, als ohne­hin in der Bevölkerung. Andere schwer­wiegende Ereignisse (s.o.) sind extrem selten.
  6. Zur Behandlung einer Covid-19-(Coronavirus-)Infektion:
    Bisher gibt es kein wirklich ver­lässliches Medikament gegen das neue SARS-CoV2-Virus, auch wenn immer wieder andere Meldungen durch die Medien geistern. Es gibt nur Ansätze zur Ent­wicklung neuer Medika­mente, die die Ver­mehrung der Viren stoppen sollen und Versuche mit bekannten Medika­menten. Aus unserer Sicht ist es weiterhin sinnvoll, die vor­beugenden Maßn­ahmen zu beachten und am Anfang einer Erkrankung zunächst die Medika­mente einzu­setzen, mit denen Sie in der Ver­gangen­heit bei grippalen (also auch viralen) Infekten die besten Erfahrungen gemacht haben.
  7. Hier noch einmal die bekannten, generelle  Schutz­maß­nahmen,  die sinnvoll sind:
  • Waschen Sie sich regel­mäßig die Hände.
  • Wenn Sie husten oder niesen müssen, tun Sie das bitte in ihre Ellen­beugen, nicht in die Hand.
  • Desinfi­zieren Sie sich ihre Hände regel­mäßig.
  • Meiden Sie größere Menschen­ansammlungen. Halten Sie 1-2 m Abstand.
  • Tragen Sie eine Atem­schutz­maske (am Besten sog. FFP2- oder sogar FFP3-Masken, wenn Sie Ihre Wohnung verlassen. Gefährlich ist nämlich das Aus- und Ein­atmen von Viren durch den Atem (man nennt das Aerosol­bildung). Das Tragen einer Atemschutzmaske ist wichtig, weil jeder Infizierte bereits ca. 2 Tage vor den ersten Symptomen über den Atem infektiös ist! Das heißt, niemand weiß, ob er*sie selbst schon ansteckend ist oder ob ein Mensch in der Nähe schon ansteckend ist!
  • Achtung: Masken sollten übrigens an ihrer Außen­seite nicht berührt und regelmäßig gewechselt werden.
  • Je mehr Sie durch eine chronische Erkrankung oder Ihr Alter gefährdet sind, desto strenger sollten Sie sich schützen.
  1. Achten Sie auf Menschen in Ihrer Umgebung, die Schutz benötigen und helfen Sie. Ins­besondere ältere Menschen, die ihre Wohnung nicht ver­­lassen sollen, brauchen Hilfe und Schutz (z.B. mittels Schnelltests vor Besuchen).
  2. Zur Zeit kann es zu Eng­pässen bei Impfstoffen und Medika­menten kommen. Bitte bestellen Sie daher die entspr. Folge­packung Ihres Medika­mentes recht­zeitig und lassen sich rechtzeitig impfen. (Dies gilt ins­besondere für ältere Patienten und deren Pneumo­kokken-Impfung zur Ver­hinderung schwerer Lungen­ent­zündungen durch diesen Erreger.
  3. Seien Sie skeptisch gegenüber Menschen, die diese Pandemie baga­telli­sieren wollen oder un­nötige Panik schüren, egal wovor. Bleiben Sie sachlich und handeln Sie überlegt. Wir denken, die Bilder 2020 aus USA, Brasilien und Italien sprachen eine ein­deutige Sprache über die Gefähr­lichkeit dieser Pandemie!

Ihr Praxisteam
Martin Klieme, Daniela Merkle, Antje Schubert, Magda Nutzinger, Carola Kühne

Diese Information wird laufend nach bestem Wissen aktuali­siert.Ihre Fragen beant­worten wir gerne. (Stand 15.04.2021)

Unterlagen für den Impftermin in unserer Praxis

Bitte ausdrucken und ggf. ausgefüllt zum Impftermin mitbringen.
Aufklaerungsbogen-de.pdf
Einwilligung-de.pdf